Tintenfische - wo soll ich anfangen?

Erstmals: 13. März 2013  -  Erneut: 17. November 2017

Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Artikel schreiben. Knapp, knackig und mit wenig Zeitaufwand. Einen Beitrag der erklärt, wie Tintenfische ihre Farbe wechseln. Denn das können Tintenfische besser als alle anderen.

Doch dann hat er mich gepackt, der Tintenfisch. Je mehr ich gelesen habe, desto mehr wollte ich wissen. Ich hab mich verloren in bunten Fotos, abgefahrenen Videos und mehr oder minder trockenen wissenschaftlichen Abhandlungen.

Jetzt kenne ich so viele Geschichten über Tintenfische, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Soll ich erzählen, wie sich eine Krake so verwandelt, dass sie wie ein Fels aussieht? Oder wie die Tiere ihre Farbe wechseln? Dass Tintenfische ganz schön clever sind? Soll ich von der Krake erzählen, die andere Tiere nachahmt um nicht erkannt zu werden? Oder vom Sepientransvestiten, der sich als Weibchen verkleidet um das größere Männchen auszutricksen? Oder doch lieber, wie stark die Saugnäpfe sind? Soll ich erklären, dass Sepien zwei Gesichter haben können, wenn die Seite die vom Weibchen gesehen wird, einen auf Schmeichelei macht und die andere, die das konkurrierende Männchen sieht sagt „Verpiss Dich!“? Oder zeig ich doch lieber ein Video von der durchgeknallten Hypnose-Sepie?

Ich will mich nicht entscheiden müssen. Also gibt es einen ellenlangen Mammutartikel mit ohne Bilder. Nä, Quatsch. Natürlich nicht.

Ich will mich nicht entscheiden müssen. Also gibt es eine kleine Serie.

Erst mal Grundsätzliches. Tintenfische sind gar keine Fische. Tintenfische gehören zum Stamm der Mollusken, also zu den Weichtieren, genau wie Schnecken und Muscheln. Für so ein Weichtier haben sie allerdings ein Riesenhirn und sind ganz schön neugierig und verspielt. Ihr wissenschaftlicher Name ist Cephalopoden, was Kopffüßer bedeutet. Ein ziemlich passender Name, schließlich setzten die Arme (Beine) direkt am Kopf an.

Und damit es nicht doch ein ellenlanger bilderloser Artikel wird, zeige ich Euch, wer unter anderem zur illustren Klasse der Tintenfische gehört.

Foto eines Kalmar
Gemeiner Kalmar (Loligo vulgaris). Kalmare haben 10 Arme und bewegen sich durch das Rückstoßprinzip. Aus ihrem röhrenförmigen Körper (Tubus) werden Tintenfischringe gemacht.
Bild von © Hans Hillewaert. Lizenz: CC BY-SA 4.0
Foto einer Sepia
Gewöhnlicher Tintenfisch (Sepia officinalis). Sepien schwimmen mithilfe ihres eleganten Saumes.
Bild von © Hans Hillewaert. Lizenz: CC BY-SA 4.0
Buchseite mit Abbildungen von Sepien
Ganz links ein Schulp. Er findet sich im Tubus des Körpers und hängt öfter mal in Vogelkäfigen.
Bild von Albert Seba. gemeinfrei
Foto eines Kraken
Gewöhnlicher Krake (Octopus vulgaris). Kraken beziehungsweise Oktopusse haben 8 Arme, mit deren Hilfe sie sich fortbewegen.
Bild von Beckmannjan. Lizenz: CC BY-SA 3.0
Abbildung einer Zeichnung eines Kraken
Octopus vulgaris. Die sehr beweglichen Arme sind mit starken Saugnäpfen besetzt.
Bild Image courtesy of BHL. Lizenz: CC BY 2.0
Foto eines Nautilus
Nautilus pompilius (aufgenommen im Aquarium Berlin). Der Nautilus ist der einzige lebende Kopffüßer mit schützender Schale.
Bild von J. Baecker. gemeinfrei
Schnitt durch die Schale eines Nautilus
Der Schnitt durch die gekammerte Schale zeigt, warum dieses Tier auch Perlboot genannt wird.
Bild von Chris 73. Lizenz: CC BY-SA 3.0
Foto eines Ammoniten
Ammoniten sind inzwischen ausgestorben. Auch heute noch finden sich viele Versteinerungen.
Bild von LMCoelho. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im nächsten Teil geht es darum, dass Tintenfische in kürzester Zeit ihre Farbe wechseln. Hier schon mal ein Appetithappen:

Kennt ihr noch die 3D-Bilder aus den 90ern? Plötzlich checkt man, was da zu sehen ist.

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